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DELFINE & WALE
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Bambi-Preisträger und Delfinschützer Ric O’Barry verdammt
EDEKA-Thunfisch als "blutige Schande"
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Als großen Erfolg für den Delfinschutz wertet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) die jetzt von EDEKA getroffene
Entscheidung, keine "delfin-tödlichen" Dosenthunfischprodukte mehr zu beziehen. Die GRD hatte seit dem vergangenen Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher vor
dem Verzehr des EDEKA-Thunfischs, bei dessen Fang jährlich etwa 1.200 Delfine als Beifang grausam getötet werden, gewarnt: „An diesem Thunfisch klebt das Blut von
Delfinen“. „Wir freuen uns sehr, dass sich EDEKA, zwar aus fadenscheinigen Gründen aber immerhin, entschlossen hat, nicht weiter aktiv am
Delfinmorden teilzunehmen“, erklärt der Diplom-Biologe Ulrich Karlowski von der GRD. In einem der GRD vorliegenden Schreiben von EDEKA heißt es: „Die
Bestandssituation des … verwendeten Gelbflossen-Thunfischbestands hat Ende 2011 … eine Umbewertung … erfahren. Daher erfüllt dieses spezifische
Produkt nicht mehr unsere Kriterien und wird deshalb nicht mehr von uns bezogen“. Die GRD hatte allerdings bereits Anfang 2011 darauf hingewiesen, dass der von
EDEKA verwendete Gelbflossen-Thunfischbestand kritisch ist und als gefährdet eingestuft werden muss. In den USA war und ist der Verkauf der von EDEKA
angebotenen Thunfischprodukte schon immer verboten, weil sie die strengen US-Vorgaben für „delfinsicher“ gefangenen Thunfisch nicht erfüllen. In Deutschland
werden die EDEKA-Thunfischdosen, an denen das Blut von Delfinen klebt, allerdings noch eine Weile in den Regalen der EDEKA-Supermärkte zu finden sein.
Ende März dieses Jahres hatte der Bambi-Preisträger und Delfinschützer Ric O’Barry sich dem Protest der GRD angeschlossen und den EDEKA-Dosenthunfisch als
„blutige Schande“ verdammt.
www.delphinschutz.org
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Zürcher Tierschutz und OceanCare: Überführung der Schweizer Walschutzkoalition in
eine Partnerschaft
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Der Fokus der Partnerschaft liegt neu auf dem Schutz der Delphine – vor Gefahren in ihrem natürlichen Lebensraum, aber auch vor den Folgen der Haltung in
Gefangenschaft. Insbesondere wollen die Partner Schwimmprogramme mit Delphinen kritisch hinterfragen und unbedenkliche Alternativen entwickeln. „Es trifft zu, dass
Tiere dem Menschen in unterschiedlichsten Belangen Lebenshilfe bieten können. Das gilt aber nur, solange das Tier dabei nicht verdinglicht (instrumentalisiert) wird
und die Tierhaltung jederzeit tier- und artgerecht ist“, meint Claudia Mertens, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Zürcher Tierschutz. Der Zürcher
Tierschutz und OceanCare werden darüber hinaus gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit betreiben, denn wir Schweizer sind weit vielschichtiger vom Meer abhängig, als es
zunächst den Anschein macht. Unser Abwasser gelangt über die Flüsse ins Meer. Wir konsumieren in grossen Mengen Fisch und Rohstoffe aus den Ozeanen. Sehr viele Güter
gelangen übers Meer zu uns. Kein Binnenland hat eine grössere Hochseeflotte als die Schweiz. Und unser Land entscheidet in internationalen Gremien und Kommissionen mit
über Schutz und Nutzung des marinen Ökosystems. So werden die Partner unter anderem auf die Problematik des Litterings (Vermüllung) für einheimische Wild-, Haus-
und Nutztiere, sowie auf den Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Tatsache ist, dass rund 80% der Meeresverschmutzung im Landesinneren entsteht und auch wir
Schweizerinnen und Schweizer das globale Problem mitverursachen. Ziel ist es deshalb, die Menschen dazu zu bringen, ihren Abfall korrekt zu entsorgen und nicht einfach
in der Natur liegen zu lassen, wo er verheerende und zuweilen tödliche Folgen für Tiere haben kann. Auch bezüglich eines humanen Umgangs mit Fischen wollen die
beiden Organisationen zusammenspannen. Neben der Nachhaltigkeit der Fischerei ist auch der Tierschutzaspekt bei Fischen ein wichtiges Thema, das jedoch meist
ausgeblendet wird und dringend mehr Beachtung braucht. Fische sind Wirbeltiere, die wie Säuger oder Vögel Schmerzen und Stress empfinden. Den Konsumenten soll bewusst
werden, dass Fisch ein Luxusprodukt ist, das man nicht alle Tage isst, und dass immer noch die meisten Fische nach dem Fang elendiglich ersticken, weil sie nicht aktiv
und rasch getötet werden. „Im Sinne unseres Leitbildes und mit Blick auf die Komplexität der Tierschutzarbeit schlechthin sind wir auf die Zusammenarbeit mit
sinnverwandten Organisationen angewiesen. OceanCare ist für den Zürcher Tierschutz seit vielen Jahren eine starke und effiziente Partnerin. Gemeinsam setzen wir uns
für den Schutz der Meeressäuger und andere Meerestiere ein, unterstützen tierschutzrelevante Forschungsprojekte und sensibilisieren die Menschen für die Bedrohungen
der Meere als empfindliche Ökosysteme“, erklärt Bernhard Trachsel, Geschäftsführer des Zürcher Tierschutz. In internationalen Foren prallen viele
widersprüchliche Weltanschauungen aufeinander. Dort setzt OceanCare den Hebel an und pocht auf den Tier- und Artenschutz sowie den Schutz des Lebensraumes Meer. „Die
Wale, Delphine und andere Topräuber wie zum Beispiel der Blauflossen-Thunfisch stehen ganz oben auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Wenn es uns nicht gelingt
diese Tiere zu retten, wie sollen wir dann wohl weniger imposante Arten schützen können“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Im Juli 2011 erhielt
OceanCare von den Vereinten Nationen den Sonderberaterstatus zugesprochen. Damit wird der Organisation in allen relevanten UN-Gremien ebenso viel Redezeit eingeräumt
wie den Vertretern der Mitgliedstaaten. So kann sich OceanCare auch im Rahmen des Partnerschaft mit dem Zürcher Tierschutz auf höchster Ebene effizient für die
gemeinsamen Anliegen engagieren. Die Partnerschaft von Zürcher Tierschutz und OceanCare wird die gemeinsamen Anliegen beider Organisationen fördern und die
Schutzmassnahmen für die Meerestiere und ihren Lebensraum vorantreiben.
www.oceancare.org
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Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum wird Ihnen der Urlaub gründlich vergällt
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Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) warnt Urlauber vor der Buchung des Hotels Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in
Mexiko. Tierfreunde erleben dort eine wirklich böse Überraschung: Sechs Delfine werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen
Bedingungen in einem winzigen Becken auf der Anlage des Ferienresorts gehalten. Im ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser "großen" Delfinpool
dürfen sich die Gäste gegen zusätzliche Gebühr mit den Großen Tümmlern vergnügen, sie streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen… Kinder
werden laut Prospekt sogar aufgefordert, die Delfine zu küssen! Für die Tiere ist dies die reinste Qual, nicht einmal minimalste Erleichterungen sind ihnen gegönnt:
kein Schatten, keine Rückzugsmöglichkeiten, sieben Tage die Woche von früh bis spät "Dienst" zum Vergnügen der Hotelgäste. Die GRD fordert in ihrer
Online-Protestaktion von den zuständigen Behörden in Mexiko die sofortige Schließung der Anlage. Zusätzlich wurden die deutschen Reiseveranstalter aufgefordert, das
Ferienresort nicht mehr anzubieten. Bislang hat nur ein Reiseveranstalter positiv reagiert: Über TUI ist das Hotel nun nicht mehr buchbar! Der Delfinpool auf
dem Gelände des Ferienresorts Gran Bahia Principe Tulum wird nicht von jedem Veranstalter in der Hotelbeschreibung erwähnt. Das heißt im Klartext aber auch, dass
Urlauber eine böse Überraschung erleben, wenn sie dieses Hotel buchen. So wie der Gast, der die GRD auf diese Anlage aufmerksam machte: „Morgens gegen 5.30
Uhr wurden wir durch ein lautes, jämmerliches Pfeifen geweckt. Als ich auf dem Balkon stand, sah ich […] Delfine, die sich auf den flacheren Beckenrand Kopf an
Kopf gelegt hatten und schrien. Ich dachte, ich sehe nicht recht, und meine Begleiterin fing sofort an zu weinen, als sie diese armen Tiere sah. Wenn es irgendwie
möglich gewesen wäre, wären wir auf der Stelle abgereist.“ Wer die Gefangenschaftshaltung von Delfinen ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe
Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen.
www.delphinschutz.org
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Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" ehrt GRD-Projektleiterin Andrea Steffen mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" für ihren Einsatz für die Pottwale vor der Karibikinsel Dominica
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2012 zeichnet die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" bereits zum neunten Mal drei Frauen aus Deutschland für ihr
außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und/oder Tierschutz aus. Die für die GRD ehrenamtlich tätige Pottwalschützerin Andrea Steffen aus Düsseldorf erhielt den mit
5.000 Euro dotierten zweiten Platz für ihr Projekt " Schutz von Pottwalen und Umweltbildung im Inselstaat Dominica". "Wir wollen mit dieser
Auszeichnung Frauen ehren, die sich nachhaltig für die Natur engagieren und sich beispielhaft für Umweltschutz einsetzen – ob national oder weltweit",
erläutert Sabine Fesenmayr von der Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher". Die Jury legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Frauen, die durch ihr
Engagement eigene Umweltprojekte initiiert und andere Menschen motiviert haben, sich an diesen Projekten zu beteiligen. Die offizielle Preisverleihung fand am
14.2.2012 in Stuttgart statt. "Dieser Preis ist eine große Ehre für mich. Ich freue mich sehr und hoffe, dass er dazu beiträgt, das Schicksal der Wale und Delfine
vor Dominica bekannter zu machen", freut sich die Preisträgerin, die bereits seit 1997 die Pottwale vor der Karibikinsel erforscht.Steffen hat über ihre
Erlebnisse mit Pottwalen bereits ein Buch veröffentlicht ("Pottwale - Im Dunklen Blau des Meeres"), ihr zweites ("Wale – hautnah") wird im
Sommer im Verlag Naglschmid erscheinen. Ins Leben gerufen wurde das GRD-Projekt auf Dominica zum Schutz der dort lebenden Pottwale und anderen Meeressäugetiere im Jahr
2005 mit der offiziellen Eröffnung der GRD-Pottwalforschungsstation in Roseau auf Dominica. Gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried hat Andrea Steffen mit ihrer
Pottwal-Forschung und Arbeit vor Ort den Grundstein für das GRD-Projekt gelegt. Die wichtigsten Ziele sind die Einrichtung eines Walschutzgebiets, Aufklärungsprojekte
für Einheimische und Touristen, Whale Watching und Umwelterziehung für Kinder sowie die Überwachung und Erforschung der vor Dominica lebenden Pottwalpopulation. Einige
der residenten Pottwale sind anhand ihrer Fluke identifiziert. Für diese Tiere kann auch eine symbolische Patenschaft übernommen werden.
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Wichtiger Erfolg für Delfine, Wale und Walhaie im Süden Mosambiks
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Gegen Ende November 2011 erließ die mosambikanische Regierung weitreichende Regelungen für einen besseren Schutz von Delfinen, Walen und
Walhaien vor negativen Tourismus-Folgen im Süden Mosambiks bei Ponta do Ouro. Dieser wichtige Erfolg ist nicht zuletzt der mosambikanischen Delfinschutzorganisation DolphinCare-Africa (DCA), die von der
Münchener Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) unterstützt wird, zu verdanken. DCA setzt sich seit vielen Jahren für bessere Schutzmaßnahmen ein, denn der
immer stärker gewordene Tourismus-Wildwuchs bei Ponta do Ouro droht die Meerestiere aus ihrem Lebensraum zu vertreiben. Die neuen Bestimmungen umfassen
nicht nur ein Verbot von Jetskis (mit Ausnahme von Jetskis zum Sportfischen und Angeln, die aufgrund technischer Schutzvorrichtungen nur eine geringe Gefahr für
Meerestiere darstellen). Boote müssen ab jetzt einen Mindestabstand von 300 m zu Meeressäugern und Walhaien einhalten und das Schwimmen mit Delfinen darf nur von
zugelassenen Veranstaltern durchgeführt werden, wobei nur zwei Veranstalter mit jeweils einem Boot an Ort und Stelle erlaubt sind. „Allein diese Maßnahmen bedeuten für
die Delfine ein ganz entscheidende Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“, begrüßt GRD-Biologe Ulrich Karlowski die neuen Regelungen. Auch andere
Meerestiere profitieren von den Schutzbestimmungen: Das Füttern von Meerestieren ist nun grundsätzlich verboten. Nistende sowie frisch geschlüpfte Schildkröten dürfen
nicht gestört werden. Einschränkungen gibt es zudem in der Fischerei: Grundfische dürfen nicht mehr gefischt werden, und das Angeln von Merlinen, Schwert- und
Fächerfischen ist genehmigungspflichtig. Aufgrund der außergewöhnlichen Artenvielfalt wurde die Gegend im Süden Mosambiks 2009 als Meeresreservat (Ponta
Partial Marine Reserve) deklariert. Seitdem befassten sich Experten mit der Ausarbeitung von Schutzmaßnahmen, die nun umgesetzt wurden und bei deren Missachtung
Geldbußen drohen. Das Naturreservat ist außerdem Kandidat für den Weltnaturerbetitel.
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NABU, GRD und GSM kritisieren schleswig-holsteinische Initiative als vorschnell
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Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins wurde auf der Herbst-Agrarministerkonferenz der Länder und des
Bundes am 28. Oktober beschlossen, dass in den nach EU-Recht geschützten Natura 2000-Gebieten der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands die Fischerei nur
dann eingeschränkt werden solle, wenn diese einen erheblichen negativen Einfluss auf den Erhaltungszustand relevanter Habitate, Lebensräume und Arten hat. Die
Naturschutzverbände NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM kritisieren diesen Vorstoß als
ungerechtfertigten, verfrühten Freibrief für die Fischerei. Nach Auffassung der Verbände lässt sich die Nicht-Erheblichkeit von fischereilichen Eingriffen in
den Natura 2000 Gebieten der Nord- und Ostsee nach der heutigen Datenlage kaum belegen. Es solle aber offensichtlich durch den jetzigen Beschluss der heutige Zustand
festgeschrieben werden, statt Anreize zur Verwendung von alternativen Fischereimethoden in Schutzgebieten zu geben. In der Ostsee verenden nach wissenschaftlichen
Schätzungen jedes Jahr über 100.000 Seevögel in Fischereinetzen. Aus Totfunderhebungen bei Schweinswalen wird deutlich, dass allein in der deutschen Ostsee jedes Jahr
mindestens 70 Schweinswale als unerwünschter Beifang in Grundstellnetzen sterben. Die betroffenen Natura 2000-Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat- und
Vogelschutzrichtlinie wurden bereits 2007 von der Europäischen Kommission anerkannt und dienen explizit dem Schutz bedrohter Arten wie Schweinswal, Stern- und
Prachttaucher oder Eisente, allesamt durch den ungewollten Beifang oder die negative Auswirkungen der Fischerei auf ihren Lebensraum beeinträchtigt. Den Vorschlag des
von Thünen-Instituts (vTI), zum Schutz der Schweinswale Stellnetze mit Pingern auszustatten, lehnen die drei Naturschutzverbände dabei vehement ab. „Ein aktives
Vertreiben von Schweinswalen aus den für sie eingerichteten Schutzgebieten unter Lärmeinsatz konterkariert hier die Ziele des europäischen Umweltrechts“, so Ingo
Ludwichowski, NABU Landesgeschäftsführer in Schleswig-Holstein. Bereits heute gibt es Fischfangmethoden, die weder Seevögel noch Schweinswale gefährden
müssen. NABU, GSM und GRD haben in ihrer Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“ entsprechende
Vorschläge erarbeitet. In der Ostsee stellen beköderte Fischfallen, Jiggermaschinen oder Langleinen eine umweltverträgliche Alternative zur Grundstellnetzfischerei
dar. Die Relevanz dieser Studie wird auch vom internationalen Kleinwalabkommen ASCOBANS anerkannt. Gegen die Forderung, neue wissenschaftliche Erkenntnisse
einzubeziehen, sei generell nichts einzuwenden. Jedoch müssten die Länder dann auch entsprechende Forschungsmittel und -kapazitäten zur Verfügung stellen, um die
Situation bewerten zu können. Derzeit wird nur ein Bruchteil der Schweinswal-Beifänge gemeldet, wie die hohe Zahl an Totfunden an Schleswig-Holsteins Küsten vermuten
lasse. Eine Zuordnung der Strandfunde mit „Netzmarken“ zur Fischerei in oder außerhalb von Schutzgebieten sei überhaupt nicht möglich. Auch Vogelbeifang würde
von den Behörden nicht systematisch erfasst. Unabhängige Beobachter an Bord der kleinen Kutter in der Küstenfischerei seien nicht vorgesehen und gegen eine
Kameraüberwachung gibt es massive Vorbehalte. Weiterhin fehlen Angaben zu Zeit und Häufigkeit der fischereilichen Nutzung innerhalb wie außerhalb von FFH-
und Vogelschutzgebieten sowie Angaben zu Art und Menge der dabei verwendeten Fischereigeräte, wie Nachfragen des NABU im Ministerium ergaben. „Ohne Daten gibt es damit
kein Problem und somit keinen Handlungsbedarf in den Fischereibehörden“, bringt Ingo Ludwichowski diesen Missstand auf den Punkt. Aus unseren
persönlichen Erfahrungen mit einigen schleswig-holsteinischen Fischern wissen wir, dass sie sehr bemüht sind, Beifänge von Enten und Walen zu vermeiden.“ Warum
aber werden dann Beifänge einfach über Bord geworfen, statt sie zu melden? Mit Transparenz und gegenseitigem Vertrauen wäre es möglich, gemeinsam nachhaltige
Fischereiformen für Naturschutzgebiete weiter zu entwickeln, die dem Anspruch von Fischern, dem Ministerium und Naturschützern gerecht werden. PDF-Download der
Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“: http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf
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Die vergessenen Delfine Afrikas - Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik
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München, 26.10.2011 – Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch
unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat,
ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik. DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der Küste bei Ponta do Ouro lebenden Buckeldelfine, Großen Tümmler
und Spinnerdelfine ein. Um das Überleben der gefährdeten Meeressäuger dort langfristig zu sichern, erhält DCA jetzt Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung
der Delphine (GRD).Die unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegene Küste von Ponta do Ouro ist sehr beliebt bei Touristen aus Südafrika. Doch die von dort aus
operierenden Veranstalter gehen oft völlig rücksichtslos vor, um ihren Gästen möglichst nahe Delfinkontakte zu ermöglichen. „Der ausufernde Tourismus droht, die
Delfine aus ihren Lebensräumen zu vertreiben“, befürchtet GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Mit der Etablierung von Regeln für sanftes "Whale Watching"
setzt sich DCA dafür ein, dass der Tourismus-Wildwuchs die Tiere nicht aus ihren Lebensräumen vertreibt.
Erstmalig in Deutschland: Patenschaften für Delfine aus Mosambik Gemeinsam mit DCA bietet die GRD jetzt Patenschaften für mosambikanische Delfine an, um das
Schutzprojekt zu finanzieren. Die Meeressäuger werden von DCA regelmäßig beobachtet und ihre Lebenswege können so jahrelang nachverfolgt werden. So kennt DCA das
Weibchen "Bo" – einen Großer Tümmler – bereits seit 1999. Damals stand sie kurz vor der Geschlechtsreife, inzwischen hat "Bo" zwei
Junge: "Thai", ein 2004 geborenes Weibchen, sowie die 2009 geborene "Bella". Ein echter Exot unter den Patendelfinen ist
"Herme", ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Er kam Anfang 2006 zur Welt und zieht häufig gemeinsam mit Großen Tümmlern umher. „Wir
hoffen, viele Menschen für die Übernahme einer Patenschaft für einen der vergessenen Delfine aus Afrika begeistern zu können, denn nach wie vor spielt Delfin- und
Meeresschutz in Afrika leider noch eine sehr untergeordnete Rolle“, erklärt Ulrich Karlowski. Alle Paten erhalten eine schöne persönliche Urkunde mit
einem Foto "ihres" Delfins, Informationen über das Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin "Delphinpost“. Weitere Informationen unter: www.paten-delfine.de
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Edeka: Der Skandal geht weiter
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GRD: Der Skandal um den bei EDEKA erhältlichen „delfintödlichen“ Dosenthunfisch weitet sich aus. Nach Recherchen der Gesellschaft zur
Rettung der Delphine e.V. (GRD) ist der Verkauf der vom WWF-Deutschland als ökologisch unbedenklich empfohlenen Ware in den USA verboten, weil sie die strengen
US-Vorgaben für „delfin-sicher“ gefangenen Thunfisch nicht erfüllt. „Während die Menschen in den USA vor diesem Lebensmittel per Gesetz geschützt sind, wird
deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine minderwertige, mit brutaler Tierquälerei und dem Tod unzähliger Delfine erkaufte
Ware untergeschoben“, erklärt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski.Beim Fang des von EDEKA verkauften Thunfisches sterben jedes Jahr mehrere Hundert Delfine. Allein
2009 betrug die Todesrate nach offiziellen Angaben 1300 Delfine. Umweltschützer und viele Experten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus. Die GRD wertet
dieses als massive und moralisch verwerfliche Verbrauchertäuschung und rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab. Zum Hintergrund: Der von EDEKA
verkaufte Delfinkiller-Thunfisch stammt von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus
Kolumbien. Angeblich wurde die EDEKA-Thunfischware nach den Vorschriften des vermeintlichen "Delfinschutzprogramms" (AIDCP) der Fischereikommission IATTC
gefangen. Allerdings ist Kolumbien noch nicht einmal vollwertiges Mitglied dieses Programms, das vom Earth Island Institute und der GRD und anderen namhaften
Umweltorganisationen ohnehin nie als Delfine schützend anerkannt wurde, weil der Tod und die Quälerei von Delfinen billigend in Kauf genommen wird. Gemäß
geltender US-Gesetze erfüllt „Seatech International“ die Vorgaben dieses Label nicht in ausreichendem Maße. Mit der Folge, dass ein Import in die USA derzeit
nicht möglich ist.Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der
Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen. Die Fischer nutzen dies,
indem sie gezielt Delfinschulen bis zur völligen Erschöpfung hetzen, sie dann in die Netze treiben und den unter den Delfinen kreisenden Thunfischschwarm mit
Ringwadennetzen abzufischen. Die GRD wertet diese Fangmethode als brutale Tierquälerei. Gemäß den Vorgaben der der Fischereikommission IATTC sollen die Delfine
nach dem Abfischen des Thunfischschwarms zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert
Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der Treibjagd erlittenen Verletzungen
sterben. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass sich die für den EDEKA-Thunfisch angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere
auswirkt.
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Fukushima: Das stumme Leiden der Wale
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Der sogenannte Fukushima-Effekt hat viele Facetten. Bereits sind auch Wale Opfer radioaktiver Verstrahlung geworden. Diese tragische Folge
der japanischen Atom-Katastrophe sollte an der jährlichen Internationalen Walfang-Konferenz IWC zu reden geben. Dafür wird sich OceanCare einsetzen. An der Tagung, die
vom 11. bis 14. Juli auf der Insel Jersey stattfindet, ist OceanCare als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation mit Beobachter-Status vertreten. Am kommenden
Montag, exakt vier Monate nach dem Erdbeben, das einen verheerenden Tsunami vor Japans Ostküste zur Folge hatte, beginnt auf der Kanal-Insel Jersey die viertägige
IWC-Konferenz. Die Delegierten der Mitgliedsländer – auch die offizielle Schweiz ist vertreten – sind in zwei Lager gespalten: Sie wollen einerseits das
bestehende Walfang-Verbot verteidigen, andererseits neue Fang-Quoten aushandeln. Sigrid Lüber, Präsidentin der Tier- und Umweltschutzorganisation OceanCare, kämpft
seit zwanzig Jahren mit geduldiger Beharrlichkeit und diplomatischem Geschick für den Schutz dieser Meeressäuger.
Doch was hat dies mit Fukushima zu tun? Viel – leider sehr viel… Radioaktives Wasser verstrahlt Wale Ende April 2011 wurden vor der Küste der
nordjapanischen Insel Hokkaido, rund 650 Kilometer nordöstlich des havarierten Atom-Meilers, zahlreiche Zwergwale gefangen und getötet. Im Fleisch von zwei Tieren
wurde eine Verstrahlung von 31 bzw 24.3 Becquerel nachgewiesen. Japanische Wissenschaftler bestätigten, dass diese Kontaminierung als direkte Folge der
Fukushima-Katastrophe gedeutet werden muss: Während und nach der Katastrophe sind enorme Mengen von radioaktiv verstrahltem Wasser ins Meer geleitet worden. Damit
steht fest, dass Wale – und auch zahllose andere Meeresbewohner – direkt von den Folgen des atomaren Desasters betroffen sind.Seit einem Vierteljahrhundert
hält Japan am Walfang fest und rechtfertigt dies mit dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschung. Neben vielen Grosswalen töten japanische Walfänger und Küstenfischer
jährlich auch rund 20 000 Kleinwale und Delphine. Sie begründen die blutige Tradition mit dem Argument, dass diese kleineren Meeressäuger nicht unter dem Schutz der
IWC stehen – ein Vorwand, den OceanCare, nicht gelten lässt. „Wale sind Wale“, argumentiert Sigrid Lüber. „Die Unterscheidung in Klein- und Grosswale muss
aufgehoben werden, denn allen Walen steht derselbe Anspruch auf Schutz zu.“ Auch die offizielle Schweiz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Kleinwale und
Delphine ebenfalls in den Kompetenzbereich der IWC aufgenommen werden. „Wildfang ist Walfang mit verzögerter Todesfolge“ Besonders grausam ist das
Schicksal jener Delphine, die alljährlich in eine Bucht beim Fischerdorf Taiji zusammengetrieben und gnadenlos abgeschlachtet werden. Nur wenige überleben das blutige
Massaker, das im Film „The Cove“ – er wurde vor einem Jahr mit einem Oscar ausgezeichnet – dokumentiert wurde. Diese Tiere werden an die weltweite
Delphinarien-Industrie verkauft – und fristen für den Rest ihres Lebens ein jämmerliches Dasein in Gefangenschaft. Sigrid Lüber: „Für jene Delphine, welche die
Strapazen der brutalen Gefangennahme und den Transport ins Delphinarium überleben, beginnt ein Martyrium, das alles andere als artgerecht ist. Solche Wildfänge sind
nichts anderes als Walfang mit verzögerter Todesfolge. Deshalb fordern wir, dass die IWC auch für Kleinwale und Delphine zuständig sein soll und damit auch die
entsprechenden Fangmethoden regelt, kontrolliert – und letztlich unterbindet.“ Die japanische Walfangtradition ist längst nicht mehr profitabel –
und stellt mittlerweile ein gravierendes Risiko für die Menschen dar: Im Fleisch der Wale, die am Ende der marinen Nahrungskette stehen, reichern sich Giftstoffe wie
Quecksilber, Cadmium und Blei in hohen Dosierungen an. Doch die japanische Bevölkerung wird immer bewusster und skeptischer; die Nachfrage nach dem einst als
Delikatesse geschätzten Walfleisch bricht allmählich zusammen. Deshalb wird das Walfleisch bereits gratis in Schulen und Altersheimen abgegeben – mit fatalen
Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. Wird Japan aus Fukushima lernen? Seit Fukushima leiden die Wale vor Japans Küsten – und auch in vielen anderen
Meeresregionen – nicht mehr nur unter extensiver Bejagung und zunehmender Vergiftung; sie müssen nunmehr auch die radioaktive Verseuchung ihres Lebensraumes
ertragen. Dabei sind letztlich auch jene Menschen betroffen, die das vergiftete und neuerdings verstrahlte Fleisch auf dem Teller vorfinden. Welche Folgen wird
dieser „Fukushima-Effekt“ für die IWC haben? Wird das von multiplen Katastrophen gebeutelte Land die sinnlose und grausame Tradition des Walfangs beenden? Man
sollte meinen, dass die japanische Regierung aus Fukushima gelernt hat, sich die längst unrentable Waljagd nicht mehr leisten kann, sich auf die Behebung der enormen
Schäden und den Wiederaufbau konzentriert und endlich zur Besinnung kommt. Doch Sigrid Lüber bleibt skeptisch: „Es ist zu befürchten“, sagt die
OceanCare-Präsidentin, „dass Japans Vertreter auf ihrer alten Forderung, den Walfang auf die Küstengebiete auszudehnen, bestehen. Ich vermute, dass Sie als Opfer der
Atom-Katastrophe auf den Mitleid-Bonus spekulieren und versuchen werden, den Walfang auszubauen und die Quoten zu erhöhen. Dagegen werde ich mit allen rechtlichen
Mitteln ankämpfen – den Walen zuliebe. Aber auch im Interesse der japanischen Bevölkerung.“
www.oceancare.org
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Tödlicher Thunfisch!
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Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) warnt vor „delfintödlichem“ Dosenthunfisch, der in deutschen EDEKA-Filialen
verkauft wird. Beim Fang der in den Dosen verarbeiteten gefährdeten Gelbflossen-Thune sterben jedes Jahr über Tausend Delfine. Nach offiziellen Angaben starben allein
2009 etwa 1300 Delfine beim Fang der jetzt auch bei EDEKA erhältlichen Thunfischware, wobei Umweltschützer und viele Experten von einer weit höheren Dunkelziffer
sprechen. „Besonders fatal für die Glaubwürdigkeit aller Ökolabel und Lebensmittelzertifizierungsprogramme ist, dass dieser Thunfisch vom WWF als ökologisch
unbedenklich empfohlen wird“, erläutert Ulrike Kirsch, Leiterin des SAFE-Thunfischkontrollprogramms der GRD. „EDEKA und WWF machen sich mitschuldig am grausamen
Beifangtod unzähliger Delfine“.Die bei EDEKA unter dem zynischen Motto „für einen transparenten Einkauf mit gutem Gewissen“ firmierenden Produkte sind
angeblich mit „weniger Beifang und bestandserhaltend“ gefangen“. Die GRD wertet dies als massive Verbrauchertäuschung. In Wahrheit stammt der
Delfinkiller-Thunfisch von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien. „Hier
wurden und werden Delfine ganz gezielt gequält und getötet“, so Ulrike Kirsch. „Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet
wird.“ Die GRD rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab. Zum Hintergrund: Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit
Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in
dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen, das die Fischer ausnutzen, indem sie gezielt Delfinschulen jagen und einkreisen. Nach Informationen des
amerikanischen Earth Island Institute (EII) soll dabei sogar Dynamit zum Einsatz kommen. Die EDEKA-Thunfischware wurde nach den Vorschriften des weltweit weitgehend
geächteten, weil „delfintödlichen“, AIDCP-APICD-Labels der Fischereikommission IATTC gefangen. Gemäß der Vorgaben der IATTC-Fischereikommission sollen die
Delfine zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder
weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der „Treibjagd“ erlittenen Verletzungen sterben. Früher ließ man
die Delfine einfach in den Netzen sterben. Von diesen Massakern haben sich die Bestände bis heute nicht erholt. Wissenschaftler sehen den Grund dafür auch darin, dass
sich die jetzt angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt. Unter dem Internationalen Kontrollprogramm für
delfinsicheren Thunfisch/SAFE, das weltweit vom EII und in Deutschland von der GRD umgesetzt wird, ist das Setzen von Netzen um Delfine strikt verboten. In den USA
darf derart gefangener Thunfisch per Gesetz nicht als „delfinfreundlich gefangen“ ausgezeichnet werden. „Es ist ebenso abstrus wie skandalös, dass EDEKA und WWF
diese Fischfangmethode jetzt als eine der umweltschonendsten im östlichen Pazifik bezeichnen“, sagt Ulrike Kirsch. „Auf meinen Weltumsegelungen haben mich immer
Delfine begleitet. Diese Lebewesen waren meine Freunde, haben mir einmal sogar das Leben gerettet. Deshalb fühle ich eine innere Verpflichtung, ihnen zu helfen. Ich
appelliere an die Verbraucher durch ihr umsichtiges Verhalten, unseren Einsatz zur Rettung der Delphine zu unterstützen", appelliert der dreifache Weltrumsegler
und Gründer der GRD, Rollo Gebhard.Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig
aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.
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Taucheruhren
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Aktion:
Taucher in Not
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