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Die Bestimmung des eigenen Standorts funktioniert mit Navigationssystemen in Autos, GPS -Empfängern auf Booten und mit Hilfe
hochwertiger Smartphones nahezu auf den Meter genau. Das dient in erster Linie der eigenen Orientierung und Zielfindung. Anders beim SPOT, er ist zur Information
Dritter konzipiert worden. Dieses kleine Gerät mit GPS – Empfänger und Satellitensender übermittelt den Aufenthaltsort des Users weltweit an eingetragene SMS-
oder eMail – Empfänger oder die damit verbundene internationale GEOS - Notrufzentrale. Technikredakteurin Aire Eder nahm den SPOT zu einer Tauchsafari im Roten
Meer mit.
Seit einigen Jahren arbeiten verschiedene Hersteller an speziellen Lösungen, Taucher schnell und zielsicher zu orten, die von einer Strömung
erfasst und abgetrieben wurden. Diese Systeme, wie das ENOS von Seareq, bestehen aus speziellen Notfallsendern, die bedarfsweise mit Empfängern auf Safaribooten oder
Zodiacs kommunizieren. Der Spot erreicht eine weniger spezialisierte Zielgruppe, die aber auch aus entlegenen Gebieten, ohne Telefonverbindung, punktgenau
ermittelte Positionen an Freunde oder die Familie senden möchten, um „alles in Ordnung“ zu signalisieren. Den Wortlaut der Statusmeldung entwirft der User selbst
und hinterlegt sie im persönlichen Account in der SPOT – Website. Je nach selbst bestimmter Option wird diese Meldung per SMS oder eMail an eingetragene
Empfänger übermittelt. Die Nachricht enthält den selbst verfassten Meldungstext, die Uhrzeit, die Koordinaten der genauen Position und den Link, zur Google Maps
– Karte, die den Standort sichtbar macht. Hat man ein Konto bei den Social Networks Facebook oder Twitter, kann man optional die Statusmeldung auch im
eigenen Profil veröffentlichen lassen. Bei unserem Test war die Meldung aus Ägypten sogar schneller in Facebook gepostet, als per SMS aus der Schweizer Zentrale
weitergeleitet. Sollte sich ein SPOT – User in einer Notlage befinden, gibt es zwei Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen und Hilfe anzufordern. Hat
man etwa eine Autopanne und das Mobiltelefon bekommt kein Netz, übermittelt SPOT an einen im persönlichen Account festgelegten Kontakt per eMail ein vorprogrammiertes
Hilfeersuchen als Textnachricht. Die Koordinaten werden bei Google Maps in einer Karte sichtbar gemacht, was an Land zur Adressermittlung dient und die wohl in erster
Linie informierte Polizei an den Ausgangspunkt des Hilferufs führt. Befindet sich der Notrufer auf dem Meer oder einem Binnengewässer, werden von den informierten
Rettungskräften die GPS – Koordinaten zur Zielführung genutzt. Diese Notruffunktion ist im jährlichen Basistarif, der zur SPOT – Nutzung anfällt,
enthalten. Allerdings muss der Empfänger des Notrufs informiert sein, dass er als Notfallkontakt agiert. Sinnvollerweise sollte die ausgewählte Person die eingehenden
eMails nicht nur am stationären PC abrufen können, sondern auch auf sein Mobiltelefon bekommen. Sonst reduziert sich die Chance deutlich, dass ein Hilferuf zur
Kenntnis genommen wird. Muss man in einer ernsten Notlage sicher gehen, dass ein Hilferuf wirklich wahrgenommen wird, nutzt man den Service zur Einschaltung der
internationalen Notrufzentrale GEOS. Diese veranlasst dann je nach Ausgangspunkt des Notrufs geeignete Hilfsmaßnahmen. Lokalisiert man den SPOT – User etwa
mitten im Roten Meer, werden Rettungskräfte per Schiff und / oder per Flugzeug auf den Weg gebracht. Gleichzeitig werden zwei vom User hinterlegte Kontakte telefonisch
über den abgesetzten Hilferuf informiert. Sollte sich die Situation nach der Alarmmeldung entschärfen, kann der Notruf widerrufen werden. Eine weitere Funktion
ist das Tracking. Ist diese aktiviert, wird in regelmäßigen Abständen von 10 Minuten die Position des SPOT an die Positionsdatenbank im Account des Users gesendet.
Hier kann man dann nach der Reise den Verlauf nachverfolgen oder Freunde können mit Kenntnis einer zu vom User zu aktivierenden Shared-Site direkt den Fortschritt
verfolgen. Die im Verlauf einer Tauchsafari mit Tracking zusammengetragenen Positionen von Divespots, Ankerplätzen und vom Boot befahrener Strecken sind auf jeden Fall
eine interessante Ergänzung für das Logbuch.
Der SPOT ist bis 5 Meter Tiefe wasserdicht, das dort für einen Zeitraum von einer Stunde. In einer
transparenten Kunststoffhülle, die einem ewa-marine Produkt entspricht, begleitete das Gerät die Tauchaktivitäten unserer Technikredakteurin klaglos bis 42 Meter
Tiefe. Sollte ein Notfall das Absetzen eines Notsignals erfordern, wird der Spot aus der Hülle entnommen, denn nur so kann die vertieft sitzend Aktivierungstaste
gedrückt werden. Die für den Notruf an GEOS eingebaute Taste ist mit einer Abdeckung gegen versehentliche Bedienung geschützt. Automatisiert wird im Intervall von 5
Minuten das Notsignal abgesetzt, bis GEOS Maßnahmen eingeleitet hat oder der Notruf vom User wiederrufen wird. Die im SPOT – Account aufgezeichneten Daten
machen die Aufenthaltsorte, den Reiseverlauf und natürlich auch die genauen Koordinaten von Tauchspots oder Einstiegsstellen sichtbar. Mit Hilfe dieser Daten
lassen sich mit einem Navigationssystem oder einem mobilen GPS-Empfänger auf 10 Meter genau wiederfinden.
Fazit
Nach Angaben des Unternehmens
wurden bislang über 1500 Notrufe unterschiedlichster Ausgangslagen von der GEOS – Zentrale erfolgreich bearbeitet. Wer seine Outdoor – Aktivitäten
generell mit einem Plus an Sicherheit aufwerten möchte, das bezieht sich ja nicht allein auf den Tauchsport, findet im SPOT einen interessanten Begleiter zum
erschwinglichen Preis.
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