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SPOT © UWW

by Aire Eder & Michael Goldschmidt 1.12

SPOT - mit entriegelten Notruftasten  © UWW

SPOT - Rückseite © UWW

SPOT in Travelltasche © UWW

SPOT - wasserdicht © UWW

SPOT - Beispiel Trackingkarte © UWW

SPOT - Beispiel automatisches Posting in Facebook  © UWW

 

Fakten

Spot Messenger
Größe: 9,4 x 6,6 x 2,5 cm
Gewicht: 147 g
Maximale Außentemperatur: - 30° bis + 60° C
Arbeitsbereich Meereshöhe: - 100 bis 6.500 Meter
Wasserdicht: max 5 Meter, bis zu 1 Stunde
Batterie: 3 AAA Hochleistungs - Lithiumzellen
Preis: uvb. € 179,-
Hülle für den Taucheinsatz: uvb. € 20,-
Basisdienste jährlich: € 99,-

www.findmespot.eu

Die Bestimmung des eigenen Standorts funktioniert mit Navigationssystemen in Autos, GPS -Empfängern auf Booten und mit Hilfe hochwertiger Smartphones nahezu auf den Meter genau. Das dient in erster Linie der eigenen Orientierung und Zielfindung. Anders beim SPOT, er ist zur Information Dritter konzipiert worden. Dieses kleine Gerät mit GPS – Empfänger und Satellitensender übermittelt den Aufenthaltsort des Users weltweit an eingetragene SMS- oder eMail – Empfänger oder die damit verbundene internationale GEOS - Notrufzentrale. Technikredakteurin Aire Eder nahm den SPOT zu einer Tauchsafari im Roten Meer mit.

Seit einigen Jahren arbeiten verschiedene Hersteller an speziellen Lösungen, Taucher schnell und zielsicher zu orten, die von einer Strömung erfasst und abgetrieben wurden. Diese Systeme, wie das ENOS von Seareq, bestehen aus speziellen Notfallsendern, die bedarfsweise mit Empfängern auf Safaribooten oder Zodiacs kommunizieren.
Der Spot erreicht eine weniger spezialisierte Zielgruppe, die aber auch aus entlegenen Gebieten, ohne Telefonverbindung, punktgenau ermittelte Positionen an Freunde oder die Familie senden möchten, um „alles in Ordnung“ zu signalisieren. Den Wortlaut der Statusmeldung entwirft der User selbst und hinterlegt sie im persönlichen Account in der SPOT – Website. Je nach selbst bestimmter Option wird diese Meldung per SMS oder eMail an eingetragene Empfänger übermittelt. Die Nachricht enthält den selbst verfassten Meldungstext, die Uhrzeit, die Koordinaten der genauen Position und den Link, zur Google Maps – Karte, die den Standort sichtbar macht.
Hat man ein Konto bei den Social Networks Facebook oder Twitter, kann man optional die Statusmeldung auch im eigenen Profil veröffentlichen lassen. Bei unserem Test war die Meldung aus Ägypten sogar schneller in Facebook gepostet, als per SMS aus der Schweizer Zentrale weitergeleitet.
Sollte sich ein SPOT – User in einer Notlage befinden, gibt es zwei Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen und Hilfe anzufordern. Hat man etwa eine Autopanne und das Mobiltelefon bekommt kein Netz, übermittelt SPOT an einen im persönlichen Account festgelegten Kontakt per eMail ein vorprogrammiertes Hilfeersuchen als Textnachricht. Die Koordinaten werden bei Google Maps in einer Karte sichtbar gemacht, was an Land zur Adressermittlung dient und die wohl in erster Linie informierte Polizei an den Ausgangspunkt des Hilferufs führt. Befindet sich der Notrufer auf dem Meer oder einem Binnengewässer, werden von den informierten Rettungskräften die GPS – Koordinaten zur Zielführung genutzt.
Diese Notruffunktion ist im jährlichen Basistarif, der zur SPOT – Nutzung anfällt, enthalten. Allerdings muss der Empfänger des Notrufs informiert sein, dass er als Notfallkontakt agiert. Sinnvollerweise sollte die ausgewählte Person die eingehenden eMails nicht nur am stationären PC abrufen können, sondern auch auf sein Mobiltelefon bekommen. Sonst reduziert sich die Chance deutlich, dass ein Hilferuf zur Kenntnis genommen wird.
Muss man in einer ernsten Notlage sicher gehen, dass ein Hilferuf wirklich wahrgenommen wird, nutzt man den Service zur Einschaltung der internationalen Notrufzentrale GEOS. Diese veranlasst dann je nach Ausgangspunkt des Notrufs geeignete Hilfsmaßnahmen. Lokalisiert man den SPOT – User etwa mitten im Roten Meer, werden Rettungskräfte per Schiff und / oder per Flugzeug auf den Weg gebracht. Gleichzeitig werden zwei vom User hinterlegte Kontakte telefonisch über den abgesetzten Hilferuf informiert.
Sollte sich die Situation nach der Alarmmeldung entschärfen, kann der Notruf widerrufen werden.
Eine weitere Funktion ist das Tracking. Ist diese aktiviert, wird in regelmäßigen Abständen von 10 Minuten die Position des SPOT an die Positionsdatenbank im Account des Users gesendet. Hier kann man dann nach der Reise den Verlauf nachverfolgen oder Freunde können mit Kenntnis einer zu vom User zu aktivierenden Shared-Site direkt den Fortschritt verfolgen. Die im Verlauf einer Tauchsafari mit Tracking zusammengetragenen Positionen von Divespots, Ankerplätzen und vom Boot befahrener Strecken sind auf jeden Fall eine interessante Ergänzung für das Logbuch. 

Der SPOT ist bis 5 Meter Tiefe wasserdicht, das dort für einen Zeitraum von einer Stunde. In einer transparenten Kunststoffhülle, die einem ewa-marine Produkt entspricht, begleitete das Gerät die Tauchaktivitäten unserer Technikredakteurin klaglos bis 42 Meter Tiefe. Sollte ein Notfall das Absetzen eines Notsignals erfordern, wird der Spot aus der Hülle entnommen, denn nur so kann die vertieft sitzend Aktivierungstaste gedrückt werden. Die für den Notruf an GEOS eingebaute Taste ist mit einer Abdeckung gegen versehentliche Bedienung geschützt. Automatisiert wird im Intervall von 5 Minuten das Notsignal abgesetzt, bis GEOS Maßnahmen eingeleitet hat oder der Notruf vom User wiederrufen wird.
Die im SPOT – Account aufgezeichneten Daten machen die Aufenthaltsorte, den Reiseverlauf und natürlich auch die genauen Koordinaten von Tauchspots oder Einstiegsstellen sichtbar. Mit Hilfe dieser Daten lassen sich mit einem Navigationssystem oder einem mobilen GPS-Empfänger auf 10
Meter genau wiederfinden.

Fazit

Nach Angaben des Unternehmens wurden bislang über 1500 Notrufe unterschiedlichster Ausgangslagen von der GEOS – Zentrale erfolgreich bearbeitet. Wer seine Outdoor – Aktivitäten generell mit einem Plus an Sicherheit aufwerten möchte, das bezieht sich ja nicht allein auf den Tauchsport, findet im SPOT einen interessanten Begleiter zum erschwinglichen Preis.

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